15 September 2013

Kelly´s Corner: Spätzünder



Manche Trends kommen bei mir – na sagen wir mal – etwas zeitverzögert an. Während Ihr alle schon fleißig Eure Wohnungen mit kupferfarbenen Accessoires verschönert habt, habe ich bis jetzt immer noch einen Bogen um diese "Farbe" gemacht.

Als ich in den Ferien mit den Kindern in einem Bastelgeschäft war (sie wollten gerne Ton zum Modellieren haben), habe ich dann doch zugeschlagen. Dort gab es Kupferketten vom Meter zu kaufen. Der Farbton der Kette hat mir spontan gefallen und sah zu meinem Rest der Urlaubsbräune sehr schön aus. 110 cm Kupferkette und 150 gewachstes, schwarzes Baumwollband habe ich erst mal mitgenommen. Nach ein bisschen herum probieren ist folgendes entstanden:

 
 
 

Ich wollte die Kette gerne mit Schwarz kombinieren, um sicher zu gehen, dass es später nicht kitschig aussieht. Erst mal habe ich mir fünf gleich lange Ketten (bei mir 18 cm) abgeteilt. Dazu habe ich mit zwei Zangen immer ein Kettenglied aufgebogen. Die fünf Ketten habe ich mir dann auf eine große Sicherheitsnadel gefädelt.




Dann habe ich angefangen, das schwarze Band durch die Ketten zu weben. Das ging ganz einfach! Nur muss man ein bisschen aufpassen, dass die Kettenglieder auch wirklich immer in der gleichen Richtung liegen, sonst sieht das "Maschenbild" später nicht gleichmäßig aus.


 


An den Enden habe ich durch die letzte Kettenglied-Reihe noch ein zweites Band gezogen und die drei Fäden zu einem Knoten verknotet. (Die Knoten unbedingt bei der Kettenlänge mit einrechnen, sonst wird das Band zu groß). Mein Armband muss man nun zum Verschließen zuknoten, denn einen Verschluss hatte ich leider nicht zur Hand. Es gibt auch ein tolle "Makramee-Technik", da kann man das Band größer und kleiner ziehen, die ich aber leider nicht beherrsche. Das habe ich schon öfters bei Armbänder gesehen. Na egal, so geht es ja auch.

 
 
 

Tja, auf manche Wellen springt man nach anfänglichem Zögern doch noch auf. Ich weiß noch, wie wieder die ersten schwarzen Möbel in Skandinavien aufgetaucht sind – hatten wir doch gerade erst unser schwarzes Ledersofa und etliche dunkle Möbel ins Büro verbannt… nun finde ich schwarze Möbel wieder ganz toll, aber nur wenn sie ein bisschen sparsamer eingesetzt sind.

In diesem Sinne, einen schönen Sonntag und liebe Grüße
Kelly

01 September 2013

Kelly´s Corner: Patchwork meets Kreuzstich

 
Nein, traditionelle Techniken müssen so gar nicht spießig aussehen! Hier zwei Projekte, die ich schon lange im Kopf hatte und nun endlich umgesetzt habe.
 
Ich liebe die wunderschönen Kissen von fermliving, aber ich finde sie auch ganz schön teuer. Also habe ich in meiner Restekiste gekramt und das Muster kurzerhand einfach aus Stoffstücken zusammengenäht. Und ihr seht hier mein erstes Kissen mit Biesenrand. Puh, was habe ich gewitzt, dass das klappt - sieht nämlich "mit" viel schöner aus als "ohne".
 
Den Häkelkorb kennt man ja: LIDAN von Ikea, hier in XXL. Der war mir in der Größe irgendwie zu "nackig" und so wurde er mit "schnödem" Kreuzstich verziert. (habe ich vor Urzeiten in der 5. Klasse gelernt und ewig nicht mehr angewendet)

Mit Topflappen-Garn und stumpfer, dicker Nadel war das Sticken ganz einfach, das kriegt jeder hin! Gleichmäßiger wird es, wenn man immer nur die "Diagonalen" einer Reihe stickt und zurück die diagonalen Stiche in die andere Richtung, siehe Bild oben.

Wer es rustikaler mag, nimmt dünne Paketschnur (aus Hanf) – das habe ich ausprobiert – sieht super aus, aber ich wollte lieber Grau haben.

 
 
 
Das Kissen besteht aus 24 grauen und 24 weißen Dreiecken. Ich habe rechtwinklige, gleichschenklige Dreiecke mit einer Schenkellänge von jeweils 11cm (ohne Nahtzugabe) zugeschnitten, die Diagonale ergibt sich. Immer zwei Dreiecke zu einem Quadrat nähen, dann diese zu einem Streifen und zuletzt die Streifen aneinander. Vorsicht, das Muster ist ein bisschen tückisch, verdrehte Dreiecke…
 
Ein Biesenband in "Bunt" wäre auch sehr schön gewesen, nur waren leider die Farben in unserem örtlichen Stoffladen viel zu langweilig. Das Band habe ich zusammengenäht (alle vier Kantenlängen vom fertig genähten Kissenvorderteil zusammen addiert) und an das Vorderteil genäht (die Ecken rund nähen, anders geht es mit dem Band nicht). Nun konnte nichts mehr verrutschen und ich habe auf die gleiche Naht das Rückteil genäht. Umdrehen, Innenkissen rein – das Loch zum Füllen habe ich einfach mit der Hand zugenäht, denn ich wollte mir mein schönes Kissen nicht mit einem schiefen Reißverschluss versauen. J
 

Das wird bestimmt nicht das letzte Kissen dieser Art bei uns bleiben, vielleicht in Natur mit Koralle und ein gelber Rand und ein Häkelkorb mit Namen in Neon fürs Kinderzimmer … cool!

Liebe Grüße, Kelly
★Les Tissus Colbert © . Design by FCD.